Contact

UV-IST Ibérica S.L.
C/Jovellanos 79
Local 3
08930 Sant Adriá del Besós
Barcelona
España

Tel:+34 93 - 381 63 12
Fax:+34 93 - 462 25 55
info(at)es.ist-uv.com

Versión para imprimir
Inicio>Sobre nosotros>Flexo

News IST METZ / Flexo Wide Web

Flexo bekommt UV-Technologie auf die Reihe
Die UV-Lichthärtung, die in den 70er Jahren populär zu werden begann, ist in kurzer Zeit zu einer High-Tech-Anwendung gereift. Jahr für Jahr verzeichnet die Branche zweistellige Zuwachsraten und etabliert sich in immer mehr Einsatzgebieten. Auch im Flexodruckverfahren setzt die UV-Härtung heute unübersehbare Akzente, wenn es beispielsweise um schmalbahnige Druckmaschinen, z.B. für den Rollenetikettendruck, geht. Im so genannten Wide-Web-Bereich erlebt der UV-Flexo dagegen eine zweigeteilte Entwicklung. Während der große Durchbruch beim Verpackungsdruck mit Zentralzylindermaschinen bislang ausgeblieben ist, bestimmt die UV-Härtung bei Reihenmaschinen inzwischen das Bild.

Die BHS Druck- und Veredelungstechnik GmbH in Weiherhammer hat sich erfolgreich auf dieses Maschinenkonzept konzentriert. Rund 80 % der Flexodruckmaschinen liefert BHS heute schon mit UV-Aggregaten aus. Die grafische Branche zählt neben der Holzindustrie zu den Anwendungsbereichen der ersten Stunde für die UV-Technologie. Ihre anfängliche Zurückhaltung gegenüber der UV-Härtung von Druckfarben und Lacken haben die meisten Druckereien mittlerweile abgelegt, meint Dirk Jägers, Geschäftsbereichsleiter von IST Metz. Nach Erkenntnissen der Firmengruppe IST Metz, Systemanbieter von Trocknungsanlagen auf der Basis von UV, IR und Warmluft (WA), betrug das jährliche Durchschnittswachstum dieses Marktsegments in den vergangenen Jahren ca. 10 % pro Jahr. Im Verpackungsflexodruck stand das UV-Verfahren Ende der 80er Jahre als Alternative zur Abluftreinigung für die überwiegend eingesetzten Lösemittel-Farbsysteme im Zentrum des Interesses. Diese Erwartung hat sich in der Praxis jedoch bis heute nicht erfüllt. Die Prioritäten haben sich verschoben Bei BHS stellt man vielmehr fest, dass sich die Bewertung des UV-Flexodrucks seit damals in einem wesentlichen Punkt verändert hat.

An der Spitze der Prioritätenliste steht für die Kunden heute fast immer die hohe Druckqualität und die Forderung nach einem Kostenvorteil. Der ökologische Gesichtspunkt ist hinter den Wunsch zurückgetreten, mit der Investition in den UV-Flexodruck in erster Linie lukrative Aufträge aus den konkurrierenden Bereichen des Offset- oder Tiefdrucks zu gewinnen. Die Vorteile des UV-Drucks hinsichtlich Qualität bilden eine willkommene Ergänzung zum technischen Programm bei BHS. Dem Unternehmen ist mit Hilfe des zahnradlosen Direktantriebs der Druckzylinder in der Vergangenheit bereits ein wichtiger Erfolg im Wettbewerb zum Tiefdruck gelungen. Damit war der Flexodruck erstmals in der Lage, ähnlich wie der Tiefdruck formatvariabel zu drucken. Darüber hinaus kam dem Maschinenhersteller aus der Oberpfalz besonders entgegen, dass das propagierte Prinzip der Reihenbauweise sehr gut für die Integration von UV-Systemen geeignet ist. So steht beispielsweise ausreichend Platz für eine technisch sinnvolle Positionierung der UV-Aggregate sowie einer Bahnkühlung zur Verfügung. Das erlaubt auch bei vollflächigem Farb- oder Lackauftrag eine maximale Ausnutzung der Leistung sowie einen hohen Glanz durch entsprechende Verlaufstrecken vor der Härtung. Außerdem entfällt an Reihenmaschinen der viel diskutierte Aufwand, der an CI-Maschinen für die Wärmeabfuhr aus dem Bereich des Zentralzylinders notwendig ist. Mit dem Einsatz der strahlenhärtbaren Farben konnte der Flexodruck seine Druckqualität nachhaltig verbessern. Das bestätigen die Rückmeldungen, die BHS nach Auskunft von Geschäftsführer Dipl.-Ing. (FH) Wolfhard Erling aus den Druckereien erhält. Entscheidend ist dabei die Aussage, dass die Markenartikelindustrie die Qualität des UV-Flexodrucks heute als vergleichbar zum Tiefdruck bewertet.

Folgerichtig hat sich die Diskussion in jüngster Zeit immer stärker auf die Thematik der Wirtschaftlichkeit verlagert. UV als sichere Option für die Zukunft Nachdem der UV-Flexodruck inzwischen im Markt akzeptiert ist, beginnen die Anwender ihre Kapazitäten im Bereich UV-Flexo durch Investitionen in eine zweite bzw. dritte Maschine auszubauen. Bei der ersten Installation entschieden sich die Druckereien häufig noch für Anlagen, die einen Wechsel zwischen UV-Härtung und herkömmlicher Produktion ermöglichten und so alle Optionen offen ließen. Inzwischen setzen die Anwender gänzlich auf die Karte "UV". Zwischen 70 und 80 % der Kunden bestellen ihre Druckmaschinen bei BHS gegenwärtig mit UV-Ausstattung. Der Rest, so Wolfgang Ertl, fordert durchweg eine Garantie, dass in Zukunft problemlos nachgerüstet werden kann. Die derzeitigen Haupteinsatzgebiete der BHS-Maschinen sind im Bereich der flexiblen Verpackung für Tiernahrung sowie Jogurtdeckel, Flüssigkeitskarton, etc. zu sehen. Die überwiegende Mehrheit der Anwender sieht den UV-Flexodruck bei Reihenmaschinen als das Verfahren der Zukunft an. Die meisten Druckereien rechnen damit, dass die lichthärtbaren Systeme in wenigen Jahren das Qualitätsniveau in diesem Marktsegment bestimmen werden. Wer den Schritt zum UV-Flexo noch nicht wagt, der hält sich zumindest heute schon die Option auf eine spätere Nachrüstung offen, die aufgrund der Reihenbauweise einfach und zu kalkulierbaren Kosten realisierbar ist. UV-Flexo ist schnell Die Liste der Vorteile, die der UV-Flexo ins Feld führen kann, ist umfangreich.

Ein Argument, das besonders häufig auftritt, ist die Möglichkeit der sofortigen Weiterverarbeitung. Wolfgang Ertl verweist hierzu auf ein aktuelles Beispiel. Für die zunehmende Zahl an Kleinaufträgen hatte sich eine Druckereigruppe entschieden, den bis vor kurzem an einem Standort ausschließlich eingesetzten Tiefdruck um eine Flexodruckmaschine von BHS zu ergänzen. Die Installation kam allerdings erst zustande, als das Unternehmen davon überzeugt war, dass bei der Druckqualität keine Abstriche zu verzeichnen sind. Im Ergebnis konnten die Durchlaufzeiten (vom Druck bis zur Auslieferung) im Bereich der Kleinauflagen durch den UV-Flexodruck von sechs auf durchschnittlich eineinhalb Tage reduziert werden. Die Faltschachtel-Branche, die aufgrund der Marktforderung nach Just-in-Time-Lieferung ebenfalls an einer drastischen Senkung der Durchlaufzeiten interessiert ist, hat deshalb schon lange ein Auge auf den UV-Flexodruck geworfen. Von der Inline-Verarbeitung versprechen sich die Faltschachtelhersteller neben der Reduzierung von Arbeitsschritten gleichzeitig eine Verringerung des Platzbedarfs, da das Zwischenlagern entfällt. Ein Nachteil der herkömmlichen Produktionsweise ist zudem die hohe Kapitalbindung durch das gelagerte Material. Dauerthema Faltschachteln im Flexodruck Bei BHS ist man überzeugt, dass im Faltschachtelmarkt für den Flexodruck ein großes Potenzial schlummert. Anwender aus dem Offsetdruck, die sich eingehender mit dieser Materie beschäftigt haben, sind der Ansicht, dass der Flexodruck heute in der Lage ist, über 80 % der Aufträge in einer zum Offset vergleichbaren Qualität zu produzieren. Als Schlüssel für das Erreichen der von den Markenartiklern erwarteten Offset- bzw. Tiefdruckqualität wird in Weiherhammer der Einsatz der UV-Technologie gesehen. Auch die Druckfarbenhersteller rechnen damit, dass der UV-Flexodruck seinen Marktanteil in den verschiedenen Bereichen zukünftig noch erhöhen kann.

Das hat dazu geführt, dass die Angebotspalette an strahlenhärtbaren Druckfarben und Lacken wächst. Außerdem hat sich auch die Weiterentwicklung auf diesem Gebiet deutlich beschleunigt. Vor allem bei radikalisch härtenden Produkten hat die forcierte Entwicklung zu großen Fortschritten geführt, nachdem die Generation der damaligen kationischen Farben aufgrund der Benzol-Problematik in die Schlagzeilen geraten waren. Entwicklungssprung bei UV-Anlagen Neben den Farben verzeichnen auch die UV-Systeme einen Innovationsschub. Von besonderem Interesse für den UV-Flexodruck ist dabei die Entwicklung von UV-Aggregaten, die mit sauerstoffreduzierter Atmosphäre arbeiten. Der Anlagenhersteller IST Metz hat anlässlich der letztjährigen drupa 2000 sein neues System mit der Bezeichnung BLK-U vorgestellt. Mit diesem Anlagentyp, erklärt Rolf Müller von IST Metz, lässt sich der Einsatz von Fotoinitiatoren reduzieren. Sie zählen zu den kostenintensivsten Bestandteilen eines UV-Farbsystems. In UV-Lacken kann der Anteil auf ungefähr 10 % des ursprünglichen Wertes und bei UV-Farben auf 20 % gesenkt werden. Das bringt deutliche Verbesserungen bei Aspekten wie Geruch und Vergilbung. Weiterhin führt das auch zu nochmals verbesserten Eigenschaften wie Chemikalienbeständigkeit, Kratzfestigkeit und Glanz.

Günstig in Sachen Wirtschaftlichkeit Eine allgemeingültige Aussage über die Wirtschaftlichkeit eines Druckverfahrens ist nach Ansicht von Wolfhard Erling kaum möglich. In jedem Einzelfall ist eine Vielzahl an Parametern zu berücksichtigen, die Einfluss auf die Kosten haben. Beim Vergleich unterschiedlichster Aufträge im Verpackungsdruck verweist der UV-Flexodruck nach Berechnungen von BHS aber den konventionellen Flexodruck mit Heißlufttrocknung und auch den Tiefdruck in der Mehrzahl der Fälle auf die Plätze. Trotz höherer Farbkosten erweist sich der UV-Druck in der Praxis als wirtschaftliches Verfahren mit den meist niedrigsten Gesamtkosten. Selbst beim Aspekt der Druckfarbe zieht der UV-Flexodruck meist nur scheinbar den Kürzeren. Dem höheren Kilopreis der Farbe steht in der Praxis ein geringerer Farbverbrauch sowohl im Druck als auch bei der gesamten Handhabung in der Druckerei gegenüber. Ein Großteil der Mehrkosten wird durch den hohen Anteil an Lösemittel wettgemacht, der im konventionellen Flexodruck bei der Trocknung verdunstet. Daneben stammen Preisvorteile auch aus der Möglichkeit, die Anzahl der Farben im Druck zu reduzieren. Eine wichtige Voraussetzung ist hierfür allerdings ein kompetenter Partner im Repro-Bereich. Nach Möglichkeit werden die vier Grundfarben in der Maschine belassen und nicht gewechselt. Langfristig angelegte Praxisuntersuchungen haben ferner gezeigt, dass die unterschiedliche Handhabung der UV-Farbe durch das Bedienpersonal, z.B. bei der Farbversorgung, beim Reinigen, bei Maschinenstopps, Farbwechsel usw., mit einer weiteren Senkung des Farbverbrauchs verbunden ist. Unter dem Strich ergeben sich beim Kostenfaktor Farbe im UV-Druck geringere Aufwendungen als bei Lösemittelfarben.

UV-Druckfarben erfordern eine sorgfältige Handhabung. Das spiegelt sich in einem besonders sauberen Umfeld in der Druckerei wider. Dieser Nebeneffekt wirkt sich gerade bei der Verpackungsproduktion für Marktsegmente wie Lebensmittel oder Pharmazie mit ihren hohen Anforderungen an die Hygiene und den regelmäßigen Audits durch Kunden positiv aus. Maßgeschneiderte Maschinen und UV-Anlagen Die installierten UV-Flexodruckmaschinen von BHS lassen sich in die beiden Bereiche flexible Verpackung und Kartonage unterteilen. Je nach Anwendung bietet das Unternehmen einen speziellen Maschinentyp an. Ebenfalls auf die unterschiedlichen Einsatzgebiete sind auch die UV-Anlagenkonzepte von IST Metz abgestimmt. Drei Beispiele sollen die Bandbreite demonstrieren: Bei der französischen Druckerei Desmarescaux (DSA Emballage) werden im UV-Flexodruck hauptsächlich Kunststoff-Folien mit Stärken teilweise unter 20 µm bedruckt. In diesem Fall wurde das klassische IST-BLK-System installiert. Ein namhafter Hersteller aus dem Bereich Getränkekartonagen druckt in China auf einer BHS-Maschine Getränkeverpackungen aus Karton im UV-Flexodruck. Da die bedruckten Materialien nicht wärmeempfindlich sind, hat IST Metz dem Wunsch des Kunden nach einem vollständig luftgekühlten System entsprochen und Lampenaggregate mit Aluminiumreflektor und Luftkühlung geliefert. Die neue Technik der Strahlenhärtung unter sauerstoffreduzierten Bedingungen kommt bei der italienischen Druckerei Alucap zum Einsatz. Die BHS-Maschine für diesen Anwender, auf der Jogurtdeckel aus Aluminium bedruckt werden, ist mit dem BLK-U-System von IST Metz ausgestattet.

Durch den Anschluss einer Stickstoffzuführung besitzt Alucap die Option, an den Zwischentrocknungen nach jedem der ersten sieben Druckwerke sowie in der Zwei-Lampen-Endtrocknung nach dem achten Druckwerk unter sauerstoffreduzierten Bedingungen zu produzieren. Der Wunsch des Kunden war dabei hauptsächlich eine Reduzierung der Geruchsentwicklung. Ähnliche Konzepte wurden auch in Deutschland und Japan installiert. Kompetente und zuverlässige Partner Bei der UV-Ausstattung seiner Druckmaschinen konzentriert sich BHS auf drei Anlagenlieferanten. Da die UV-Technologie ein noch junger Industriebereich ist, der sich in einer rasanten Entwicklungsphase befindet, hat BHS eine zu sehr auf einen Lieferpartner zugeschnittene Verbindung bewusst vermieden. Ein großer Teil der Ausrüstungen stammt aber von IST Metz. Wichtigstes Kriterium für eine Zusammenarbeit ist für BHS der Aspekt der Zuverlässigkeit. Das bezieht sich allerdings nicht allein auf die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Anlagentechnik - hierbei wird die gleiche Leistung durch die Lieferanten vorausgesetzt - erklärt Wolfgang Ertl, sondern vielmehr auf die Serviceleistung. Dem Maschinenhersteller aus Weiherhammer ist viel daran gelegen, dass ein Kunde im Bedarfsfall innerhalb kürzester Zeit, d.h. in wenigen Stunden, vor Ort Unterstützung durch den Service erhält. Ist diese Forderung bei Druckereien innerhalb Europas noch von den meisten UV-Anlagenherstellern zu erfüllen, bedarf es bei Maschineninstallationen in Übersee, z.B. USA, Australien, Asien etc., schon einer Partnerfirma, die wie IST Metz über ein globales Vertriebs- und Servicenetz verfügt. Ein Punkt, in dem sich BHS außerdem viel von IST Metz erwartet, ist die technische Entwicklung im Bereich des UV-Verfahrens. Hier sieht Wolfhard Erling das Nürtinger Unternehmen als führend im grafischen Markt.

Rund 70 bis 80 % der ausgelieferten BHS-Flexodruckmaschinen sind mit UV-Härtung ausgestattet. (Foto: BHS)


Das Prinzip der Reihenbauweise ist sehr gut für die Integration von UV-Systemen geeignet, da beispielsweise ausreichend Platz für eine technisch sinnvolle Positionierung der UV-Aggregate und einer entsprechenden Bahnkühlung zur Verfügung steht. (Foto: BHS)